Modernisierung ja, aber keine unnötige Geldverschwendung

geld3„Ein Klima der Kürzung und des Stellenabbaus unter dem Deckmantel der Verwaltungsoptimierung, das ist es, was die Verwaltung nun im Auftrag der übrigen Ratsfraktionen durchführen will“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Udo Sommerfeld. „Statt das Ziel, bis 2026 50 Millionen wegzukürzen, beim Namen zu nennen, wird es mit Floskeln wie ‚den Haushalt ausgeglichen gestalten‘ schöngeredet.“

„Doch es darf nicht vergessen werden, dass bei einer Konsolidierung nicht primär die Ausgabeseite untersucht werden darf“, so der Kommunalpolitiker weiter. „Bevor an Personal oder Daseinsvorsorge gekürzt wird, muss erst die Einnahmeseite untersucht werden.“

„Insgesamt erschließt sich mir das konkrete Ziel des nun ‚neu initiierten‘ Prozesses nicht. Eine kontinuierliche Modernisierung und Anpassung der Verwaltungsprozesse gehört schließlich zu dem täglichen Aufgabenfeld vom Führungspersonal. Wenn eine Verwaltung an dem Punkt ankommt, dass sie externe Berater benötigt, um kurz- und mittelfristige Lösungen zu identifizieren, muss sich jeder - vom Oberbürgermeister bis zum Stellenleiter - fragen, welche Defizite sie in ihrer vergangenen Arbeitsweise hatten“, so der Linken-Politiker.

„Und schon wieder ein Gutachten?“, gibt Sommerfeld zu bedenken. „Einige Abteilungen leiden mittlerweile seit 20 Jahren an einer Begutachtungswut. Statt die Mitarbeiter erneut mit Workshops oder ähnlichem von ihrer eigentlichen Arbeit abzuhalten und Unsummen für Berater zum Fenster rauszuwerfen, sollten doch besser erst mal alle Ergebnisse der vorherigen Begutachtungen umgesetzt werden. Wobei das kaum möglich ist, schließlich widersprechen sich die Ergebnisse teilweise – je nach politischem Auftragsgeber. Da bleibt abzuwarten, zu welchem Schluss die Berater bei der aktuellen Mehrheitslage im Rat kommen werden“, schließt Sommerfeld.

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