Gisela Ohnesorge: Schulschwimmen in Gliesmarode

SchwimmenSchulwimmen in Gliesmarode - Gisela Ohnesorge verdeutlicht im Rahmen der Ratssitzung am 6. Dezember 2016, dass die LINKE von Anfang an gegen das Drei-Bäder-Konzept stand.

Es ist schon verblüffend, dass nun auch die Ratsfraktionen, die voller Begeisterung das Drei-Bäder-Konzept beschlossen haben, sich nun zu Wort melden und ein Schulschwimmen in Gliesmarode ermöglichen wollen. Die Diskussion, die wir heute haben, ist das Resultat des verfehlten Drei-Bäder-Konzeptes. Wir, Die LINKE, haben damals deutlich gegen eine Schließung von Stadtteilbädern Stellung bezogen, die Errichtung eines Bades an der Hamburger Straße fanden wir falsch.



Denn die Problematik des Fehlens einer schul- und quartiersnahen Versorgung der Kinder und Jugendlichen (im Übrigen auch der älteren Menschen) war uns sehr bewusst. Ein Erhalt des Gliesmaroder Bades und dazu der Neubau eines Bades im Westen der Stadt ( hier leben über 50.000 Menschen, die kein entsprechendes Angebot in ihrer Nähe finden) wäre letztlich die Stadt billiger gekommen, als das Spaßbad an der Hamburger Straße, das die Zuschusskosten für die Stadt im Bereich der Bäder verdoppelt hat (von 4 Mio auf über 8 Mio, weiter steigende Tendenz ist absehbar).



Wir haben der Sanierung und Betreibung des Gliesmaroder Bades durch Herrn Knapp zugestimmt. Wir wollen selbstverständlich, dass die Schulkinder davon profitieren. Kurze Wege bedeuten mehr Zeit für das Schwimmen. Und darauf kommt es an. Die Stadt hat sich die Verhandlungen auch zu leicht gemacht, denn eigentlich war absehbar, dass ein Privatbetreiber nicht noch zusätzlich einen Zuschuss zum Schulschwimmen übernehmen möchte. In seinem Schreiben gestern Abend hat Knapp dies auch ganz klar gesagt.



Wer der Ideologie des privaten Gewinnes sonst immer das Wort redet, kann nicht auf einmal erwarten, dass die Stadt Bahnstunden für die Schülerinnen und Schüler erhält zum Preis der eingesparten Transportkosten. Immerhin würden an der Hamburger Straße auch Gebühren erhoben, und die können auf jeden Fall noch drauf gelegt werden. Marktübliche Preise sind in dem Segment aber eben ein problematischer Begriff. Wir denken, dass es richtig ist, mit einem erweiterten Angebot der Stadt erneut mit dem Badbetreiber zu verhandeln. Aber wir, die LINKE, werden auch weiterhin darauf hinarbeiten, dass die Schwimmversorgung der Schulen im Westen der Stadt sich verbessert, sprich ein neues Bad dort entsteht. Im Prinzip wollen alle Anträge Ähnliches, mal mit mehr und mal mit weniger Nachdruck. Für uns ist es aber konsequent, somit allen Anträgen zuzustimmen.


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