Wohn- und Quartiersprojekt Holwedestraße

BauzeichnungIm November 2015 wurde vom Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz die Broschüre „Gemeinschaftliches Wohnen – Projekte in Braunschweig“ herausgegeben. Diese Broschüre enthält eine Übersicht über Wohngebiete, die für das gemeinschaftliche Wohnen besonders geeignet sind. Dabei wird auch das Klinikumsgebäude in der Holwedestraße als besonders geeignet dargestellt. In der Broschüre heißt es: „Das drei- bis viergeschossige Klinikumsgebäude mit den östlich vorgelagerten parkartigen Grünflächen eignet sich insbesondere für Bauherren, die nicht nur gemeinschaftlich bauen, sondern auch wohnen wollen.“

Mit einem kürzlich verschickten Schreiben hat nun das „Netzwerk Gemeinsam Wohnen“ mitgeteilt, dass eine Arbeitsgruppe gegründet wurde, die sich mit der Entwicklung des derzeitigen Holwede-Krankenhauses zu einem Wohn- und Quartiersprojekt für das Westliche Ringgebiet befasst. Auch vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung von gemeinschaftlichen Wohnformen in Braunschweig bisher eher vernachlässigt wurde, gilt es diese Initiativen unbedingt zu unterstützen.

Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gefragt:

  1. Ist es dabei geblieben, dass die Nachnutzung wahrscheinlich ab 2021 erfolgt?
  2. Ist sicher gestellt, dass das derzeitige Holwede-Krankenhaus nicht an private Investoren veräußert wird?
  3. Wie unterstützt die Verwaltung das „Netzwerk gemeinsames Wohnen“ dabei, dass ein Quartierszentrum mit gemeinschaftlichem Wohnen entstehen kann?

LinieAntwort:

Das Gelände des Holwedekrankenhauses bildet ein hoch attraktives Potential zur Wohnbauflächenentwicklung an der Oker und in Innenstadtnähe. Stadtverwaltung und Geschäftsführung des Städtischen Klinikums stehen daher in engem Kontakt zur rechtzeitigen Vorbereitung des Erwerbs und der Entwicklung.

Zu Frage 1.

Auf entsprechende Nachfrage wurde der Verwaltung mitgeteilt, dass mit einer Standortaufgabe der Gebäude an der Holwedestraße voraussichtlich erst ab 2023 zu rechnen sei, abhängig vom weiteren Fortgang der Umsetzung des Zwei-Standorte-Konzeptes des Klinikums. Ende d. J. sei eine konkretere Auskunft möglich.

Zu Frage 2.

Die Stadtverwaltung hat erste Gespräche mit der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums geführt. Es wurde ein Zeitplan entwickelt, nach dem vier Jahre vor dem Umzug ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden soll. In den beiden Folgejahren soll durch die Bauverwaltung Planungsrecht geschaffen und im Anschluss die Erschließung vorbereitet werden. Ein möglicher Verkauf des Grundstücks an private Investoren soll erst erfolgen, wenn die Planverfahren abgeschlossen sind.

Zu Frage 3.

Die Stadt Braunschweig fördert das Gemeinschaftliche Wohnen im Rahmen des in 2016 den politischen Gremien vorgelegten Konzeptes „Gemeinschaftliches Wohnen in Braunschweig“. Teil des Konzeptes ist eine Übersicht und Beschreibung für gemeinschaftliches Wohnen in geeigneten Baugebieten. Damit wird den interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit gegeben, sich frühzeitig zu informieren. Dafür wird für die Dauer von maximal einem Jahr für ein Grundstück dieses Baugebietes einer Gruppe von Interessenten eine Ankaufsoption eingeräumt. Damit soll eine ausreichende Möglichkeit geboten werden, ein tragfähiges Planungs- und Realisierungskonzept zu entwickeln. Legt die Gruppe ein derartiges Konzept vor, kommt die Ankaufsoption zum Tragen; andernfalls wird das Grundstück anderweitig vermarktet.

Gemäß des Ratsauftrags, mit dem Netzwerk Gemeinsam Wohnen und den Wohnungsbaugesellschaften eine Organisationsstruktur für ein Modellprojekt zum gemeinschaftlichen Wohnen in Braunschweig zu entwickeln, wird die Verwaltung Gespräche aufnehmen und die Möglichkeiten zur Realisierung auch an diesem Standort erörtern.

Der Standort an der Holwedestraße wird sicher in besonderer Aufmerksamkeit von Baugemeinschaften stehen.

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