Luxussanierung und Verkauf öffentlicher Flächen im Bahnhofsumfeld?

Bauen Bebauungsplan ArchitekturAm 16. Januar berichtete die Braunschweiger Zeitung über den Bürgerworkshop zur Umgestaltung des Hauptbahnhofumfeldes. In dem Bericht heißt es u.a., dass Stadtbaurat Leuer "der Ansicht ist, dass die Einnahmen aus dem Verkauf der städtischen Grundstücke nicht die Kosten für den Umbau der Verkehrswege decken werden." Den Ratsgremien wurde bislang erklärt, dass es noch offen sei, ob die städtischen Grundstücke verkauft werden.

Weiter wird über die "Iduna-Hochhäuser" und das "Atrium-Bummel-Center" berichtet. In 2013 soll beides laut BZ von der Luxemburger Investmentgesellschaft "Viewegpark Braunschweig Sarl" (die BZ bezeichnete sie später als "Briefkastenfirma aus Luxemburg") erworben und saniert worden sein. Die Gewerbetreibenden sahen die Sanierung tendenziell positiv. Die über 1.000 Mieterinnen und Mieter aus den Hochhäusern befürchteten dagegen Luxussanierungen und damit einhergehende Mietsteigerungen. In 2016 erwarb laut BZ die Wertgrund Immobilien AG die 1098 Wohnungen und 48 Gewerbeeinheiten für rund 90 Mio. Euro. Alle Immobilien sollten Teil eines neuen Immobilienfonds von Wertgrund werden. Weitere Sanierungen und die Attraktivierung der Passage wurden angekündigt. Laut BZ vom 16. Januar sollen diese Immobilien nicht im Eigentum der Wertgrund, sondern der Helaba Invest mbH stehen. Die wiederum soll eine Tochter der hessischen Landesbank sein. Nachdem seit 2013 dauerhafte Sanierungen der Immobilien stattgefunden haben sollen, ist nun von einem Abriss des Atrium-Bummel-Centers die Rede. Inwieweit die Mieterinnen und Mieter der Iduna-Hochhäuser von den geplanten Maßnahmen betroffen sein werden, ist unklar

Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gefragt:

  1. Plant die Stadtverwaltung städtische Flächen zu verkaufen und wenn ja, an wen?
  2. Welche Sanierungsmaßnahmen haben in den "Iduna-Hochhäusern" und dem "Atrium-Bummel-Center" seit 2013 stattgefunden?
  3. Was genau soll mit den Hochhäusern, dem Bummel-Center und ihren Mieterinnen und Mietern geschehen?

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