Förderprogramm für regenerative Energien

PhotovoltaikDer Rat der Stadt Braunschweig hat am 28. Februar 2012 das Braunschweiger Förderprogramm für regenerative Energien beschlossen. Seitdem wurde dieses Programm bereits 3x novelliert bzw. erweitert. Das Programm fördert den Bau von Photovoltaikanlagen und Photovoltaik-Carports sowie seit Dezember 2016 auch die Installation von Photovoltaik-Batteriespeichern.

Die Fördermöglichkeiten werden inzwischen sehr gut angenommen, so dass das Programm eine erhebliche Wirkung als Beitrag zum Klimaschutz entfaltet. Lt. Mitteilung der Verwaltung vom 30.5.2018 waren die für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 130.000 € bereits zu diesem Zeitpunkt durch Anträge abgedeckt. In der Mitteilung hieß es: „Insgesamt sollen, allein durch das Förderprogramm unterstützt, im ersten Jahresdrittel über 540.000 € in die Solarenergie innerhalb der Stadtgrenzen Braunschweigs investiert werden. Mit insgesamt über 50 beantragten PV-Anlagen, PV-Speichern und PV-Carports stellt das Förderprogramm auch ein attraktives Wirtschaftsförderungsinstrument dar.“

Für uns stellen sich nun folgende Fragen:

  1. Sind inzwischen alle diese Vorhaben umgesetzt bzw. falls nicht, in welcher Höhe sind die Investitionen bisher erfolgt?
  2. Wie viele PV-Anlagen (mit welcher Fläche), wie viele PV-Carports und wie viele Batteriespeicher (mit welcher Kapazität) wurden im Rahmen der Fördermaßnahme installiert/errichtet?
  3. Wie verteilen sich die Fördermittel auf die drei Anlagenarten?

LinieAntwort:

Zu Frage 1 und 2:

Direkt nach Freigabe des städtischen Haushalts wurden ab Juli 2018 die schriftlichen Förderbewilligungen durch die Verwaltung an die Antragsteller/-innen versendet. Eine Auszahlung der Fördermittel erfolgt jedoch erst, nachdem der Netzanschluss der Anlage über die Vorlage des Inbetriebnahmeprotokolls nachgewiesen wurde und die Schlussrechnung vorliegt.

Es wird also nicht der Bau der Anlage, sondern die Inbetriebnahme der Anlage erfasst.

Der Prozess des Netzanschlusses nimmt erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch. Nach Vorlage der benötigen Inbetriebnahmeprotokolle werden die Anträge nach Eingang bearbeitet.

Bisher wurden folgende Inbetriebnahmeprotokolle nachgewiesen und Fördersummen ausgezahlt:

  • 11 Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen): 26.187,00 €
  • 0 Photovoltaik-Carports: 0,00 Euro
  • 13 Photovoltaik-Batteriespeicher (PV-Batteriespeicher): 28.979,89 €

Auf Grund der vollständigen Ausschöpfung der Fördermittel wird sich die Inbetriebnahme- bzw. Investitionsquote allerdings zeitnah noch deutlich erhöhen. Es ist davon auszugehen, dass die bewilligten Anlagen auch in Betrieb genommen werden.

Vor diesem Hintergrund bietet die nachfolgende Tabelle eine Übersicht über die Verteilung und voraussichtliche Leistung/Kapazität der bewilligten Anlagen sowie die bereits ausgezahlten Fördersummen.

 

Bewilligte Anlagen

Leistung / Kapazität

Gesamte Fördersumme

Ausgezahlte Fördersumme

Photovoltaikanlagen 23 164,19 kWp 55.163,60 Euro 26.187 Euro
Otovoltaik-Carports 1 6 kWp 3.000 Euro 0 Euro
Photowoltaik-Batteriespeicher 28 233,51 kWh 61.460,93 Euro 28.979,89 Euro
Solar-Check-Beratung     10.375,47 Euro 950 Euro
Insgesamt     130.000 Euro 56.116,89 Euro

Für die Verwaltung ist die installierte Leistung an Photovoltaik-Strom als Kenngröße relevant. Die mit Photovoltaik belegte Fläche wird von der Verwaltung nicht ausgewertet. Sie hängt von den individuellen Umgebungsbedingungen sowie den spezifischen Leistungen der gewählten Module ab und liefert keine Aussage über den Solarstromertrag.

Zu Frage 3:

Die Zahlen hinsichtlich der Verteilung der Fördersummen können ebenfalls der vorangehenden Tabelle entnommen werden.

Die in der Tabelle dargestellten Mittel in Höhe von 10.375,47 Euro sind als vertraglich vereinbarter Eigenanteil für die Durchführung von Solar-Checks vorgesehen.

Solar-Checks sind für die Bürger/-innen kostenlose häusliche Solarberatungen und werden in Kooperation der Stadt Braunschweig und der Niedersächsischen Klimaschutz- und Energieagentur (KEAN) durchgeführt. Sie werden durch ein Netzwerk von Energieberater/-innen umgesetzt und ebenfalls durch das Förderprogramm für regenerative Energien der Stadt Braunschweig finanziert.

Sollte das Beratungskontingent nicht ausgeschöpft werden, würden die verbleibenden Mittel für einen bisher unberücksichtigten Förderantrag eingesetzt.


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