Statusbericht Nr. 39 der Stadt Braunschweig zu COVID-19 (15. Januar 2021)

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Strategische Ziele der Gefahrenabwehrleitung

  1. Unterbrechung der Infektionskette durch die Einhaltung der Containment-Strategie (WHO/RKI).
  2. Sicherstellung der Informationshoheit in der Lage.
  3. Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung in der Stadt Braunschweig.
  4. Aufrechterhaltung und Verbesserung von Maßnahmen zum Infektionsschutz in öffentlichen und privaten Bereichen. Insbesondere für Risikogruppen in Alten-und Pflegeeinrichtungen.Aufrechterhaltung und Verbesserung von Maßnahmen zum Infektionsschutz in öffentlichen und privaten Bereichen. Insbesondere für Risikogruppen in Alten-und Pflegeeinrichtungen.
  5. Sicherstellung der zeitgerechten Umsetzung des Impfkonzeptes im Auftrag des Landes Niedersachen mit einem Impfzentrum und mobilen Impf-Teams.

Lagebericht

Es ist weiterhin ein hohes Infektionsgeschehen in der Stadt Braunschweig vorhanden.Die 7-Tages-Inzidenz ist in der letzten Woche deutlich angestiegen.

In der aktuellen Woche gab es einen relativ großen Ausbruch in einem Pflegeheimmit über 40 Infizierten.

Getroffene Maßnahmen

Die große Testaktion in den Pflegeheimen durch den Malteser Hilfsdienst und dieFeuerwehr wurde am 10.01. beendet. Es wurden über 2.200 Personen getestet und über 40 infizierte Personen entdeckt. In den Einrichtungen wurden daraufhin entsprechende Maßnahmen veranlasst. Die Flächentestung findet aktuell mit Bundeswehrsoldaten in kleinerem Umfang weiterhin statt.

Die GAL hat in der aktuellen Woche drei Mal getagt.

Aktuelle Zahlen in Braunschweig

  • Bestätigte Fälle insgesamt: - 2.877 (Vorwoche 2.641)
  • Aktuell infizierte Personen: - 437 (Vorwoche 333)
  • Genesene Personen: - 2.387 (Vorwoche 2.262)
  • Verstorbene Personen: - 53 (Vorwoche 46)
  • Im Krankenhaus (auch Menschen aus der Region): - 58 (Vorwoche 62)

Lage in Krankenhäusern (SKBS, HEH, Marienstift)

Ressourcen

Aktuell werden 113 Betten für Covid19-Patienten einschließlich des Personals vorgehalten, davon sind 6 Intensivbetten und 44 normale Betten aktuell unbelegt (Stand 13.1.2021).

Auslastung

Am 13.1.2021 wurden in den drei Braunschweiger Kliniken insgesamt 63 Patientinnen und Patienten mit Covid19-Erkrankung bzw. Verdachtsfälle behandelt. Dies entsprichteiner Auslastung der aktuell für Covid19-Fälle vorgehaltenen Kapazität von ca. 55 %.

Stationäre Zusatzversorgung

Die derzeitige Entwicklung der Infektionszahlen und die Zahlen der stationären Behandlungenwerden beobachtet, um die medizinische Versorgung, auch bei schnellsteigenden Coronavirus-Infektionen, gewährleisten zu können. Das im Frühjahr entwickelte Stufenkonzept wurde an die aktuelle Situation angepasst und mit den Krankenhausträgern abgestimmt.

Lage Pflegeeinrichtungen

Etliche Heime in Braunschweig sowie ambulante Pflegedienste (Bewohnerinnen und Bewohner/Kundinnen und Kunden/Personal) sind von Corona-Infektionsfällen betroffen. Die vollstationären Pflegeinrichtungen sind erneut wieder stärker betroffen von Ausbrüchen, was das Flächenscreening und das Infektionsgeschehen im Alltag der Pandemie zeigt. Notwendige Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wurden in Absprachemit dem Gesundheitsamt getroffen, auch wird Kontakt zu den Einrichtungen gehalten, z. B. durch Begehungen, Telefonate, Videokonferenzen mit Krisenstab (wenn erforderlich). Es gehört dazu die Heime anzurufen und unterstützend zu begleiten, weiterhin finden Ortsbegehungen statt. Heime und ambulante Pflegedienstehaben für Beratungen, Containment und Testungen durch das Gesundheitsamt allerhöchste Priorität. In wöchentlichen Telefonkonferenzen von Dez. V werden die aktuelle Lage und eingeleitete Schutzmaßnahmen dezidiert weiterhin besprochen.

Notwendige Schulungen zur Abnahme der PoC-Antigenschnelltests wurden z.T. über die Heime selbst oder über das Gesundheitsamt in Kooperation mit dem städtischen Klinikum organisiert. Auch erhalten die Heime ab der nächsten KW Test-Kits mit Laborscheinenzur selbstständigen Abstrichnahme. Ein Aufruf der Stadt in Kooperation mit den Heimen für zusätzliches freiwilliges Personal zur Unterstützung der Heime und ambulanten Pflegeeinrichtungen bei der Durchführung der Schnelltests ist erfolgt. Die unterstützende Aufgabe wird in der Durchführung und Begleitung von Abstrichen von Personal, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern liegen. Mit der neuen Testverordnung müssen in den Heimen zweimalwöchentlich PoC-Antigen-Schnelltests durchgeführt werden, was die Heime vor organisatorische Herausforderungen stellt, gleichzeitig gibt das Verfahren aber auch Sicherheit. Bei aktuellem und akutem Ausbruchsgeschehen wird ebenfalls eine Begehungvor Ort gemacht. Seit dem 21.12.2020 (Ende: 29.01.2021) wird ein flächendeckendes Screening in den vollstationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Zum jetzigen Zeitpunkt konnten bereits 18 von 32 Einrichtungen mit dem Flächenscreening erreicht werden. Bislang konnten Heime identifiziert werden mit einem Ausbruchsgeschehen, jedoch auch Heime ohne positive Fälle (7 Einrichtungen). Für die betroffenen Einrichtungen wird mit dem Flächenscreening ein Status quo erhoben und einmögliches Infektionsgeschehen frühzeitiger sichtbar gemacht. Überwiegend handeltees sich um Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Bereich Demenz.

Die Abstimmung zwischen Gesundheitsamt und dem Impfzentrum, erfolgt regelmäßig.

Lage bei niedergelassenen Ärzten / Apotheken

Symptomatische Bürgerinnen und Bürger wenden sich telefonisch über die 116117 an niedergelassene Ärzte oder direkt telefonisch an den Hausarzt. Diese übernehmen entweder selbst den Abstrich oder überweisen an eine der 5 Abstrichpraxen in Braunschweig.

Für nicht-symptomatische Personen steht im Gesundheitsamt ein Testcontainer der Hilfsorganisationen für Abstriche zur Verfügung. Insbesondere asymptomatische testsuchende Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger sowie Pflegekräfte in Heimen, die dringend eine Abklärung brauchen und anderweitig keinen Termin finden, können getestet werden. Weiterhin unterstützen drei Bundeswehrsoldaten seit KW 1 bei der PCR-Testung. Weitere Testmöglichkeiten bestehen über die Test-Kooperation mit VW.

Die gestiegene Positivrate aus den PCR-Testungen über den Jahreswechsel ging mit reduzierter Anforderungsmenge einher. Die Testkapazitäten sind mit Beginn des neuen Jahres wieder angestiegen und die Labore verzeichnen eine hohe Auslastung.

Lage Schulen und Kitas

Die Task Force Schule/Kita überwacht weiterhin die Umsetzung der getroffenen Festlegungen und Strategien und bewertet anlassbezogen die Lage.

Sachstand Infektionsfälle KiTa

Es wurden in der KW 02 im Rahmen des Notbetreuungsangebots keine Infektionsfällevon den Einrichtungen gemeldet.

Sachstand Infektionsfälle Schule

Der Primarbereich wechselt in der nächsten Woche in Szenario B.

An folgenden Schulen wurden in der KW 02 Infektionsfälle gemeldet, die keine Auswirkungauf den Präsenzunterricht in Szenario B/C hatten:

  • BBS V (3 SuS positiv getestet)
  • BBS Helene-Engelbrecht-Schule (3 SuS positiv getestet)
  • Gymnasium Raabeschule (1 LK positiv getestet)
  • Grundschule Bültenweg (1 SuS positiv getestet)
  • Grundschule Lehndorf (1 SuS positiv getestet)
  • Gymnasium Martino- Katharineum (2 SuS positiv getestet)

Sachstand Infektionsfälle Schulkindbetreuung

Es wurden in der KW 02 im Rahmen des Notbetreuungsangebots keine Infektionsfällevon den Einrichtungen gemeldet.

Mittagsverpflegung KiTa und Schule in Szenario B bzw. Notbetreuung

Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie prüft zurzeit die Möglichkeiten einer Organisation einer alternativen Mittagessensverpflegung in Form von Lunchtüten für zehn Grundschulen im KOGS- Modell, die keine Mittagsessensversorgung selbstständig organisieren können, sowie Notbetreuungsgruppen innerhalb der städtischenSchulkindbetreuung. Damit wäre die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Essen in der Notbetreuung für die Stadt Braunschweig sichergestellt.

 Einrichtung des Impfzentrums

Nach Mitteilung des Landes Niedersachsen können Termine für Impfungen in den Impfzentren ab dem 28. Januar 2021 über eine Hotline bzw. eine Internetplattformvereinbart werden.

Derzeit erhält die Stadt Braunschweig wöchentlich rd. 1000 Impfdosen zur Erstimpfung, dies entspricht der Kapazität von 2 mobilen Impfteams an 5 Wochentagen. Bislang sind bis zum 15. Januar 2021 rund 2000 Impfdosen in 16 Alten- und Pflegeheimenverimpft worden. In Abhängigkeit der Anzahl an Impfdosen werden die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen voraussichtlich bis Ende Februar 2021 andauern. Im Anschluss sollen Personengruppen geimpft werden, die ebenfalls der höchsten Priorität gem. Corona-Impfverordnung unterliegen.

Der Beginn der Zweitimpfungen ist ab dem 21. Januar 2021 geplant, die Lieferung des Impfstoffes hierfür ist seitens des Landes bereits angekündigt.

Der weitere organisatorische, personelle und logistische Aufwuchs des Impfzentrums wird derzeit vorbereitet, damit bei höherer Impfstoffverfügbarkeit eine größere Anzahlan Impfungen vollzogen werden kann. Ziel ist es, zum 1. März 2021 die personellen und organisatorischen Voraussetzungen für insgesamt 8 Impfstrecken und 8 mobileTeams zu schaffen, so dass täglich bis zu 1600 Personen geimpft werden könnten. Hierzu wird derzeit eine Ausschreibung an die Hilfsorganisationen vorbereitet, umausreichend personelle Kapazitäten im Bereich des impfbefähigten Personals sowieder Verwaltungshelfer vorhalten zu können.

Derzeit haben sich ca. 110 Ärzte für die Unterstützung im Impfzentrum gemeldet.

Städtischer Hilfsfonds

a) Wirtschaftsbereich

Die Möglichkeit, einen Antrag auf Unterstützung aus dem Wirtschaftsbereich des Härtefallfonds der Stadt Braunschweig zu stellen, ist entsprechend der Richtlinie zum31. Dezember 2020 ausgelaufen. Aktuell befinden sich noch 5 Anträge in der finalen Bearbeitung. Darüber hinaus dauert die Bearbeitung der angeforderten Unterlagen im Rahmen der stichprobenartigen Überprüfung von 37 bereits geförderten Antragstellernweiter an.

b) Kulturbereich

Seit Freischaltung des Online-Antragsverfahrens am 23. 04. 2020 verzeichnet Dezernat IV folgenden Antragsstand:

  Anzahl Betrag in €
Eingegangene Anträge bzw. Antragsvolumen 275 895.234,25 €
Bewilligte Anträge bzw. Fördersumme 154 453.303,82 €
Abgelehnte Anträge 22 57.638,50 €
Zurückgezogene Angräge 44 198.422,39
Zurückgeforderte Zuschüsse 5 10.285,44


Geplante Maßnahmen / Ausblick

Die Verimpfung der zur Verfügung stehenden Impfdosen wird weiterhin durch die mobilen Teams in den Pflegeinrichtungen fortgesetzt.

Die GAL tritt weiterhin drei Mal pro Woche zusammen.


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