Statusbericht Nr. 45 der Stadt Braunschweig zu COVID-19 (26. Februar 2021)

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Strategische Ziele der Gefahrenabwehrleitung

  1. Unterbrechung der Infektionskette durch die Einhaltung der Containment-Strategie (WHO/RKI).
  2. Sicherstellung der Informationshoheit in der Lage.
  3. Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung in der Stadt Braunschweig.
  4. Aufrechterhaltung und Verbesserung von Maßnahmen zum Infektionsschutz in öffentlichen und privaten Bereichen. Insbesondere für Risikogruppen in Alten-und Pflegeeinrichtungen.Aufrechterhaltung und Verbesserung von Maßnahmen zum Infektionsschutz in öffentlichen und privaten Bereichen. Insbesondere für Risikogruppen in Alten-und Pflegeeinrichtungen.
  5. Sicherstellung der zeitgerechten Umsetzung des Impfkonzeptes im Auftrag des Landes Niedersachen mit einem Impfzentrum und mobilen Impf-Teams.

Lagebericht

Das Infektionsgeschehen ist relativ stabil. Die 7-Tages-Inzidenz schwankt leicht unterhalbvon 50.

Getroffene Maßnahmen

Die GAL hat in dieser Woche dreimal getagt.

Aktuelle Zahlen in Braunschweig

  • Bestätigte Fälle insgesamt: - 3.809 (Vorwoche 3.698)
  • Aktuell infizierte Personen: - 255 (Vorwoche 290)
  • Genesene Personen: - 3.431 (Vorwoche 3.291)
  • Verstorbene Personen: - 123 (Vorwoche 117)
  • Im Krankenhaus (auch Menschen aus der Region): 46 (Vorwoche 52)

Lage in Krankenhäusern (SKBS, HEH, Marienstift)

Ressourcen

Aktuell werden 106 Betten für Covid19-Patienten einschließlich des Personals vorgehalten,davon sind 8 Intensivbetten und 56 normale Betten aktuell unbelegt (Stand 24.2.2021).

Auslastung

Am 24.2.2021 wurden in den drei Braunschweiger Kliniken insgesamt 42 Patientinnen und Patienten mit Covid19-Erkrankung bzw. Verdachtsfälle behandelt. Dies entspricht einer Auslastung der aktuell für Covid19-Fälle vorgehaltenen Kapazität von ca. 40 %.

Stationäre Zusatzversorgung

Die derzeitige Entwicklung der Infektionszahlen und die Zahlen der stationären Behandlungen werden beobachtet, um die medizinische Versorgung, auch bei schnell steigenden Coronavirus-Infektionen, gewährleisten zu können. Das im Frühjahr entwickelte Stufenkonzept wurde an die aktuelle Situation angepasst und mit den Krankenhausträgern abgestimmt.

Lage Pflegeeinrichtungen

Insgesamt sind 10 Alten- und Pflegeeinrichtungen betroffen, die meisten mit Einzelfällenoder abklingendem Ausbruchsgeschehen. Größere Ausbruchsgeschehen sind, bis auf drei Einrichtungen, momentan nicht zu erkennen. Im Bereich der ambulanten Pflegedienste gibt es momentan zwei Anbieter, die betroffen sind. Es sind sowohl Mitarbeitende als auch Kundinnen und Kunden betroffen. Es wurde die Virusmutation (britische Variante) nachgewiesen. Alle notwendigen Schritte zur Infektionseindämmung sind eingeleitet. Unterstützung erhält das Gesundheitsamt bis Anfang Märzvon drei Bundeswehrsoldatinnen/-soldaten. Zwei Soldatinnen/Soldaten sind nochmal für vier Wochen zur Unterstützung angefordert. Es kann konstatiert werden, dass sich die Infektionslage in den Alten- und Pflegeeinrichtungen in den Bereichen der ambulanten und stationären Pflege langsam beruhigt. Dennoch ist es weiterhin erforderlich, dass alle Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Die Impfungen tragen zu einer Entlastung in den Alten- und Pflegeheimen bei, auch wenn sich nach der Verabreichung der 1. Impfung vereinzelt noch Infektionen aufzeigen lassen. Eine Meldung vom Impfzentrum an das Gesundheitsamt zum Stand der ersten undzweiten Impfung erfolgt wöchentlich.

Das Gesundheitsamt bietet als Prävention umfangreiche Testungen im Ausbruchsgeschehen an. Dieses Angebot gilt für die Alten- und Pflegeeinrichtungen, für Pflegedienste und auch für Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Im Akutgeschehen bietet das so genannte Team „Ausbrüche“ schnelle Unterstützung und Beratung. Das Team setzt sich meist zusammen aus ärztlichen Mitarbeitenden und Kolleginnen/Kollegen aus dem Infektionsschutz. Ziel sind infektionshygienische Begehungen sowie vor-Ort-Beratungen der Heim- und Pflegedienstleitungen. Nach Vorgabe des RKI werden in regelmäßigen Zeitintervallen (z.B. 2 x wöchentlich) PCR-Testungen durchgeführt, wenn mehr als 2 Fälle in der Einrichtung bekannt geworden sind. Weiterhin werden Antigen-Schnellteste für die Mitarbeitenden in den Einrichtungen selbst durchgeführt, wobei positive Testergebnisse immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Die infektionshygienischen Begehungen in den Heimen erfolgen regelmäßig undwerden teilweise erst taggleich angekündigt.

Lage bei niedergelassenen Ärzten / Apotheken

Symptomatische Bürgerinnen und Bürger melden sich telefonisch über die 116117an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder direkt telefonisch an ihre Hausarztpraxis. Für nicht-symptomatische Kontaktpersonen steht im Gesundheitsamt ein Testcontainerder Hilfsorganisationen für Abstriche zur Verfügung. Für asymptomatische mutationserkrankte Menschen stehen ebenfalls der Abstrichcontainer mit speziellen Zeitslots zur Verfügung. Gleiches gilt für die Durchführung von PoC-Testungen. Apotheken ist es möglich Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) durchzuführen. Der Apothekerverband Niedersachsen hat einen Vertragsentwurf für die Beauftragung der Apotheken mit Testungen im Rahmen der Testverordnung mit dem Land Niedersachsen besprochen. Es ist vorgesehen, dass Apotheken diesem Vertrag beitreten können und damit beauftragt werden.

Die Zulassung von den ersten drei Selbsttests mit Sonderzulassungen sind erfolgt.

Lage Schulen und Kitas

Die Task Force Schule/Kita überwacht weiterhin die Umsetzung der getroffenen Festlegungen und Strategien und bewertet anlassbezogen die Lage.

Sachstand Infektionsfälle KiTa

Es wurde in der KW 08 im Rahmen des Notbetreuungsangebots ein neuer Infektionsfall gemeldet. Am Standort der städtischen KiTa Prinzenpark ist das Betreuungsangebot teilweise vorübergehend eingeschränkt. Es wurden zwei Kinder positiv getestet. Die durch das Gesundheitsamt verhängte Quarantänemaßnahme läuft bis zum09.03.21.

Sachstand Infektionsfälle Schule

Es wurden in der KW 08 keine neuen Infektionsfälle durch Schulen gemeldet.

An 1 Schulstandort besteht eine einzelne Quarantänemaßnahme ohne Einschränkung des Präsenzunterrichts*:

  • BBS V (1 SuS positiv getestet)

*Die Schulen befinden sich weiterhin in Szenario C (Distanzlernen) mit Ausnahme von Abschlussklassensowie Grundschulen und Förderschulen Geistige Entwicklung (Szenario B, Wechselunterricht).

Sachstand Infektionsfälle Schulkindbetreuung

In KW 08 wurde kein neuer Infektionsfall gemeldet.

Betreuungsquote in KW 07 im Rahmen der Notbetreuung (Kita und Schulkindbetreuung)

In den Kitas wurden in der KW 07 4.213 Kinder betreut, davon 964 Krippenkinder und 3.249 Kindergartenkinder (1.176 Vorschulkinder).

Das entspricht einer durchschnittlichen Gruppengröße von 9,5 Kinder und eine prozentuale Betreuung im eingeschränktem Betrieb von 50 %.

923 Schulkinder wurden im Rahmen der Notbetreuung versorgt.

Schnelltests für Beschäftigte in Kita und Schule

Ab dem 01.03.2021 wird ein Schnelltestangebot, durchgeführt durch den Arbeiter-Samariter-Bund Braunschweig, für folgende Beschäftigungsgruppen zur Verfügung stehen: Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen, Tagespflegepersonen, Beschäftigte in OGS/Schuki-Betreuungseinrichtungen, Schulsozialarbeiter/innen, Schulverwaltungskräfte, Schulhausmeister/innen, Musikschullehrer/innen. Die genannte Personengruppenkönnen sich 1x pro Woche mit Vorlage eines Berechtigungsscheins auf freiwilliger Basis testen lassen.

Einrichtung des Impfzentrums

Bis einschließlich 25. Februar 2021 wurden in Braunschweig folgende Impfungenvorgenommen:

Biontech:

  • Gesamtzahl 1. Impfungen: 9.058
  • Gesamtzahl 2. Impfungen: 4.854
  • Insgesamt vorgenommene Impfungen: 13.912
  • Gesamtzahl Klinikum 1. Impfungen: 1.156
  • Gesamtzahl Klinikum 2. Impfungen 1.073
  • Insgesamt vorgenommene Impfungen Klinikum: 2.229

Moderna:

  • Gesamtzahl 1. Impfungen: 325

AstraZeneca:

  • Gesamtzahl 1. Impfungen. 811

Gesamtsumme vorgenommene Impfungen: 17.277

Das Impfzentrum hat aktuell vier Impfstraßen und fünf mobile Teams im Einsatz. In der Regel wird derzeit täglich in zwei Impfstraßen BioNTech verimpft, in einer dritten Straße AstraZeneca. Darüber hinaus sind ein bis drei mobile Teams im Einsatz, die in den Pflegeeinrichtungen und den Krankenhäusern Impfungen vornehmen.

In allen 40 Pflegeeinrichtungen sind die Erstimpfungen abgeschlossen, in 37 Einrichtungen die Zweitimpfungen.

Nach einem Erlass des Landes können nun auch Personengruppen der 2. Priorität (u. a. Ärztinnen und Ärzte, Praxispersonal mit unmittelbarem Patientenkontakt, Hebammen ,Polizei- und Ordnungskräfte, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind) mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden, sofern es in der Priorität 1 keine Impfberechtigten unter 65 Jahren mehr gibt. Die Koordination der Termine erfolgt hierbei direkt durch das Impfzentrum.

Städtischer Hilfsfonds

a) Wirtschaftsbereich

Es gibt keine Veränderung zur Vorwoche

b) Kulturbereich

Seit Freischaltung des Online-Antragsverfahrens am 23. 04. 2020 verzeichnet Dezernat IV folgenden Antragsstand:

  Anzahl Betrag in €
Eingegangene Anträge bzw. Antragsvolumen 299 970.338,73 €
Bewilligte Anträge bzw. Fördersumme 166 478.069,82 €
Abgelehnte Anträge 25 74.489,50 €
Zurückgezogene Angräge 53 244.681,07
Zurückgeforderte Zuschüsse 5 10.285,44


Geplante Maßnahmen / Ausblick

Die Ausbreitung der Mutationen, die nach aktuellen Erkenntnissen deutlich infektiöser aber vom Krankheitsverlauf nicht schlimmer zu sein scheinen, wird weiterhin intensivbeobachtet.

Die GAL wird weiterhin drei Mal pro Woche tagen.


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