Barrierefreie Bushaltestelle und Wetterschutz am Altstadtmarkt

HaltestelleDer barrierefreie Ausbau der Haltestelle Altstadtmarkt und die Errichtung von Wetterschutzeinrichtungen wurden mit der Drucksache 19-10218 7.5.2019 vom Planungs- und Umweltausschuss endgültig beschlossen. Lediglich die Gestaltung der Wetterschutzeinrichtungen war noch offen geblieben.

In Mitteilung 19-11254 hatte die Verwaltung eine Studie zur Gestaltung der Wetterschutzeinrichtungen angekündigt, zu der sechs Planungsbüros eingeladen waren und deren Ergebnisse der Gestaltungsbeirat am 23.10.2019 bewerten wollte. Danach sollten die Ergebnisse den politischen Gremien vorgestellt werden.

Der Ausbau sollte lt. Haushaltsplan 2020 und lt. Auflistung der „Rangfolge der Bushaltestellen für den barrierefreien Umbau“ 20-12696 vom 11.3.2020 noch in diesem Jahr erfolgen.

Daher stellen wir die folgenden Fragen:

  1. Wurde die Studie zur Gestaltung der Wetterschutzeinrichtungen erfolgreich durchgeführt und hat der Gestaltungsbeirat seine Bewertung vorgenommen?
  2. Wann werden die Ergebnisse den politischen Gremien vorgestellt?
  3. Wann wird die Umsetzung der Maßnahmen erfolgen?

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Stellungnahme der Verwaltung:

Zu 1.:

Im August letzten Jahres erfolgte eine Mehrfachbeauftragung einer Entwurfsstudie zur Gestaltung der Bushaltestelle auf dem Altstadtmarkt mit einer Schwerpunktsetzung auf die Gestaltung von Wetterschutzeinrichtungen auf der Platzseite stadteinwärts und auf der nördlichen Platzseite stadtauswärts.

Sechs Architekturbüros wurden hierzu eingeladen und deren Arbeiten am 23.10.2019 vom Gestaltungsbeirat nach einem mündlichen Vortrag der jeweiligen Architekten bewertet.

Im Ergebnis hatte sich ein Beitrag des Architekturbüros K 17 (verantwortlicher Entwurfsverfasser Tim Grimme) aus Uslar als die Lösung herausgestellt, der die Jury am ehesten eine weitere Entwicklungs- und Umsetzungsperspektive zugesprochen hat.

Insgesamt zeigten die Arbeiten, dass die Entwurfsaufgabe, in diesem historisch und stadtgestalterisch so wichtigen Umfeld profane Haltestelleneinrichtungen (Überdachungen, Infovitrinen, …) zu integrieren, sehr schwer zu lösen ist. Nach Ansicht des Gestaltungsbeirats waren Standardlösungen für die Haltestellensituation am Altstadtmarkt nicht geeignet, insofern waren individuelle auf den Platz zugeschnittene Lösungen gefragt.

Die Arbeiten konnten zumeist nicht vollständig überzeugen, insbesondere die Verbindung von modernen funktionalen Ansprüchen und einer individuellen Gestaltung, die das mittelalterlich geprägte Umfeld des Altstadtmarkt es reflektiert, zeigte sich als kaum zu bewältigende Gratwanderung.

Auch die im konkurrierenden Verfahren letztlich erfolgreiche Entwurfsidee von K 17 wies in der Wettbewerbsfassung noch Fragen auf, wie deren Konzeptidee konkret umzusetzen sein könnte. Daher wurde entschieden vor einer öffentlichen Präsentation und Diskussion der Entwurfsidee zunächst eine Überarbeitung bei den Architekten zu beauftragen. Mit dem Wettbewerbsergebnis vom Oktober letzten Jahres war nach Meinung der Verwaltung noch nicht ausreichend sichergestellt, dass die Entwurfsidee tatsächlich umsetzbar ist. Zudem waren Kostenangaben zu wenig nachvollziehbar.

Leider zog sich die weitere Beauftragung und die Bearbeitung von K 17 auch wegen Verzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie in die Länge. Eine Abgabe der überarbeiteten und auch hinsichtlich Kosten konkretisierten Entwurfsidee ist nun im September/Oktober 2020 vorgesehen.

Zu 2:

Nach einer Prüfung der Entwurfsüberarbeitung ist im Anschluss eine zeitnahe Befassung der Gremien vorgesehen. Ziel ist es noch in diesem laufenden Jahr 2020 die Gremien mit einem Grundsatzbeschluss zu erreichen.

Zu 3.:

Einen positiven Grundsatzbeschluss vorausgesetzt, erfolgt dann im Anschluss eine Ausführungsplanung und daran anschließend eine Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung. Ein konkreter Baubeginn kann derzeit noch nicht benannt werden.


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