Zwischen Arbeitslosigkeit und Beruf – DIE LINKE. fordert Festanstellung für städtische Saisonkräfte

Jobcenter2 kleinFür viele Menschen gehört die „hire and fire“-Mentalität vieler Arbeitgeber leider zum beruflichen Alltag. Als Saisonkräfte erhalten sie eine temporäre Anstellung und werden – wenn sie nicht mehr gebraucht werden – wieder auf die Straße gesetzt. Ein Vorgehen, dass auch in der Stadtverwaltung üblich ist und was die DIE LINKE im Rat der Stadt nicht akzeptieren will. Deshalb soll nun geprüft werden, ob es nicht die Möglichkeit einer dauerhaften Anstellung gibt.

„Arbeitskräfte zum Saisonende wie Wegwerf-Ware wieder auf die Straße zu schicken, ist ein absolut unsoziales Verhalten“, kritisiert Udo Sommerfeld, Vorsitzender der Linksfraktion, die Praxis der Stadt. „Es kann nicht sein, dass die Stadt sich wie ein Spargelbauer verhält und 31 Beschäftigten eine beruflicher Perspektive verweigert.“

Im Zusammenhang mit dem Herbizidverzicht der Stadt wurden im Jahr 2018 fünf Saisonstellen für die Entfernung der Wildkräuter geschaffen. Auf Nachfrage der Linken stellte sich heraus, dass für die Pflege der Grünflächen bereits 26 weitere Saisonkräfte regelmäßig eingestellt und wieder entlassen werden.

„Ein Zustand, den die Stadtverwaltung scheinbar gar nicht erst versuchen möchte zu ändern“, fasst Sommerfeld die Situation zusammen. „Auf unsere Forderung, nach einer Möglichkeit zu suchen, wie die Arbeitskräfte auch über den Winter eingestellt werden könnten, kam lediglich die Antwort, dass das im Haushalt nicht gedeckt sei.“ Dabei bezweifelt DIE LINKE, dass wirklich genau geprüft wurde, ob es nicht doch eine fachbereichsübergreifende Möglichkeit gäbe.

„Deshalb fordern wir die Verwaltung nun erneut auf, auch in anderen Fachbereichen nach einer Lösung für die Arbeitnehmer zu suchen. Es gibt eine Vielzahl von notwendigen Tätigkeiten, die in den Wintermonaten durchgeführt werden können und eine dauerhafte Beschäftigung ermöglichen würden. Wir werden Druck machen, dass diese Möglichkeiten genutzt werden und die derzeitigen Saisonkräfte auch eine berufliche Perspektive erhalten“, schließt der Vorsitzende.

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