Linke lehnt Erhöhung des Essensgeldes für Krippe und Kita klar ab

KiTa„Jetzt, wo die Kinderbetreuungsmöglichkeiten nach dem Lockdown langsam wieder in Gang kommen und ein Hauch von Normalität im Familienleben am Horizont zu erkennen ist, droht den Eltern der nächste Schock", kommentiert die jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Gisela Ohnesorge, einen Vorstoß der Verwaltung. Die Kosten für das Mittagessen in städtischen Krippen und Kitas soll von 47,50 Euro auf 76,- Euro erhöht werden. Von Kostendeckung ist die Rede.

Leistungsberechtigte hätten zwar aufgrund der veränderten Bestimmungen des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) einen Anspruch auf Kostenübernahme, aber für alle anderen Eltern mit geringem Einkommen schlage die Anhebung des Betrages - zum Beispiel bei zwei Kindern von 94,-€ Euro auf über 150 Euro monatlich - voll zu Buche und das in ohnehin schwierigen Zeiten, zeigt die Politikerin die Ungerechtigkeit in dem Vorschlag auf

Geplant ist zudem, dass auch das Frühstück durch die Einrichtung organisiert werden soll, laut Ohnesorge eigentlich eine sinnvolle und gute Idee. Aber hierfür sollen weitere Kosten auf die Eltern zukommen, deren Höhe bisher noch nicht bekannt ist.

„Was bei dem Frühstücksgeld negativ verstärkend hinzukommt: Dieses Frühstücksgeld müssen auch Leistungsberechtigte zahlen, da die Kosten nicht durch das BuT gedeckt sind.“

Erstmalig wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung im letzten Jugendhilfeausschuss am 23. Juni diskutiert und anschließend in der angedachten Fassung zurückgestellt. Die Mandatsträger wollten vor einer Entscheidung unter anderem geklärt haben, wie sich die Kosten bei nicht städtischen Trägern entwickeln und wie sich die Höhe der Entgelte genau zusammensetzt.

Einzig die Linksfraktion machte aber deutlich, dass sie jede Form einer Essensgelderhöhung ablehnt.

"Wir werden jede Form der Erhöhung ablehnen, weil wir nach dem Lockdown nicht den Eltern noch zusätzliche finanzielle Belastungen zumuten wollen. Zudem sollte das langfristige Ziel sein, nicht Essen zu verteuern, sondern eine Vollverpflegung in Kindertageseinrichtungen letztlich unentgeltlich zur Verfügung zu stellen", so das Fazit der jugendpolitischen Sprecherin.


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