Energiearmut – Linksfraktion fordert konkrete Schritte

Stromkabel EnergieWenn kein Strom aus der Steckdose kommt, werden aus Alltäglichem fast unüberwindbare Hindernisse. Jeder, der mal einen Stromausfall erlebt hat, kann das nachvollziehen. Und wenn dann noch kleine Kinder oder schwer kranke Menschen in dem Haushalt leben, können leicht lebensbedrohliche Situationen entstehen. „Es ist unverständlich, dass – entgegen der eigenen Aussage – Familien mit kleinen Kinder von der Energieversorgung abgeschnitten werden. Das will die Linksfraktion zukünftig verhindern“, beschreibt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Gisela Ohnesorge, den Grund für einen entsprechenden Antrag.

Bei der Anfrage der LINKEN zur letzten Ratssitzung am 21. Mai kam heraus, dass trotz einer Aussage von BS Energy aus 2013 immer noch Familien mit Kindern in Energiearmut stürzen. „Ich wäre negativ überrascht gewesen, wenn es nicht auch im Interesse meiner Ratskolleginnen und – kollegen gewesen wäre, dieses zukünftig zu verhindern“, so Ohnesorge weiter. Doch bei der SPD und den Grünen fand die Fraktion Mitstreiter und mit einem gemeinsamen Antrag soll sich dieses zukünftig ändern. „Da die LINKE, die SPD und die Grünen im Stadtrat eine Mehrheit haben, scheint es fast sicher zu sein, dass der Rat es zukünftig grundsätzlich ablehnt, dass Haushalte mit Kindern unter neun Jahren oder schwer kranken Menschen von der Energieversorgung abgeschnitten werden.“

Aber es geht der Linksfraktion bei der Initiative für diesen Antrag nicht nur um ein gemeinsames Bekenntnis des Rates, konkrete Forderungen sollen umgesetzt werden. „Die Zeit des Fragens und Redens ist vorbei. Es ist Zeit, dass wir endlich handeln“, so Ohnesorge zum Abschluss.

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