Corona-Krise: LINKE fordert regelmäßige Tests für Pflegekräfte

virus 4931227 1920„Sie kümmern sich hingebungsvoll um die Menschen, für die das Corona-Virus das größte Risiko darstellt, und wissen dabei nicht, ob sie es nicht sogar selbst sind, die den gefährlichen Virus zu ihren Pflegebedürftigen bringen“, beschreibt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Gisela Ohnesorge, die Ängste, mit denen Pflegekräfte am Tag der Pflege auf die Fraktion zugekommen sind. „Doch regelmäßige Tests, die eine Erleichterung darstellen würden, sind laut Aussage des Oberbürgermeisters Ulrich Markurth nicht möglich. Aber in Salzgitter geht es?“

Bereits im Laufe der Woche fragte die Linksfraktion beim Oberbürgermeister an, inwieweit regelmäßige Corona-Tests bei den MitarbeiterInnen der Pflegeeinrichtungen möglich seien. Die Häufung von Todesfällen hat gezeigt, wie groß das Risiko gerade in diesen Einrichtungen ist. In Braunschweig hält die Verwaltung regelmäßige Tests für nicht möglich. Nun zeigt die Stadt Salzgitter, dass es sehr wohl möglich ist, alle MitarbeiterInnen von Pflegeeinrichtungen regelmäßig zu testen.

„Mit regelmäßigen Tests können die BewohnerInnen besser geschützt werden. Dadurch könnten zum Beispiel Besuchseinschränkungen gelockert und das Leben für die Menschen verbessert werden“, zeigt die sozialpolitische Sprecherin Gisela Ohnesorge die Vorteile von regelmäßigen Tests auf, „und auch den Pflegekräften und ihren Familien bieten sie mehr Schutz.“ Deshalb habe die Linksfraktion für die Ratssitzung am 19. Mai einen Dringlichkeitsantrag eingereicht. „Wenn die Verwaltung der Meinung ist, dass es nicht geht, könnte eine Nachfrage in Salzgitter hilfreich sein.“

Natürlich sei es die Aufgabe des Landes, regelmäßige Tests für Pflegekräfte umzusetzen, betont Ohnesorge. „Aus dieser Pflicht wollen wird das Land auch gar nicht entlassen. Aber die Frage der Zuständigkeit darf nicht dazu führen, dass auf wichtige Maßnahmen verzichtet wird. Deshalb hoffen wir, dass unser Antrag bei der nächsten Ratssitzung eine Mehrheit findet und damit sowohl den Pflegekräften als auch den BewohnerInnen zu mehr Sicherheit verholfen wird.“

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